Auslandssemester Riga

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Hallo, wir sind Marie, Jula und Conny und das ist nun unser Blog! Wir sind heil in Riga angekommen und haben erste Eindruecke gesammelt. Diese wollen wir mit euch teilen also immer brav lesen und ganz viel Spass!

 


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Blog

Sonne, Strand und Meer!

Wo rennt die Zeit bloß hin?! Kaum zu glauben, dass wir schon fast einen Monat in Riga sind. Vielleicht rennen die Tage so weil wir den Tag recht spät beginnen. Die Kurse starten meistens erst Mittags, deshalb haben wir das Glück ausschlafen zu können. Wir haben schon ein paar Kurse ausprobiert. Töpfern, Nähen, Fotografie, Yoga, Schmuck herstellen, Theater Make up usw. Mittlerweile gehen wir mit gemischten Gefühlen in einen neuen Kurs. Uns hat nicht alles zugesagt, Yoga hat uns eher geschockt, da die Kinder dort gedrillt werden, wir haben vergebens auf strahlende und freudige Gesichter der Kinder gewartet. Aber deshalb haben wir ja auch die Möglichkeit erstmal in jeden Kurs herein zu schnuppern. Am Freitag waren wir in einem Irish Pub, live Musik, Guinness und die irische Stimmung haben mich an Dublin erinnert. Ich habe mich sofort wohl gefühlt! Am Samstag durften wir uns Backstage beim Theater aufhalten. Wir haben zugesehen wie die Kinder geschminkt wurden, bei der Aufführung haben wir auch zugesehen. Wir waren sehr beeindruckt von den Schauspielkünsten der Kinder. Wir haben zwar leider kaum etwas verstanden aber das machte überhaupt nichts! Zu diesem schönen Wochenende kam gestern das i Tüpfelchen... Wir haben es endlich mal geschafft ans Meer zu fahren. 30 Minuten Zugfahrt und wir waren gefühlt in einer anderen Welt. Als uns der Geruch nach gegrilltem in die Nase stieg, die Stille und der Sonnenschein uns Sommer - und Glücksgefühle bescherten wussten wir, dass wir uns genau danach gesehnt haben! Als wir das Meer entdeckten und den Kilometerlangen weißen Strand, der beginnende Sonnenuntergang und das beruhigende rauschen des Meers hörten wussten wir, dass wir uns an diesem Fleckchen Lettlands in den nächsten Monaten sehr oft aufhalten werden. Leider haben wir im Voraus nicht überprüft wann die Bahn wieder zurück fährt und mussten fast eine Stunde auf die nächste Bahn nach Riga warten. Ausgehungert und durchgefroren haben wir uns auf eine warme Mahlzeit gefreut. Am Freitag geht es mit mit unserem Besuch los, wir sind schon voller Vorfreude! Viele liebe Grüsse eure Jula

 

 

 

 

 

 


1 Kommentar 24.2.14 11:07, kommentieren

Neuester Stand der Dinge

Nach einem dreitägigen, ziemlich freien Wochenende soll nun morgen also der "Ernst" beginnen...

Unser Wochenende haben wir damit verbracht, in einem großen Einkaufszentrum nach schönen Dingen und vor allem gewohnteren Lebensmitteln ( wie z.B. Gouda und vernünftigem Brot ohne Kümmel) zu suchen, Fahrkarten zu kaufen, um etwas mobiler zu werden, süße kleine Cafés zu finden und uns ansonsten auszuruhen. Am Samstag waren wir dann in einem britischen Pub, der unserem Bild eines Pubs allerdings nicht so ganz gerecht wurde. Die Wände waren für unser Verständnis viel zu hoch und hell, der Stuck an den Decken wollte auch nicht so ganz in unser Bild eines Pubs passen. Der live auftretende, Gitarre spielende Sänger, der eine wirklich schöne Stimmung erzeugte, konnte uns dann aber doch von diesem Pub überzeugen. Am Sonntag unterbrachen wir unser Entspannen dann sogar durch einen plötzlichen Komplett-Hausputz. Es wurde gesaugt, gewischt, ausgeklopft und geschrubbt, sodass nun Böden und Oberflächen in einem bisher nicht da gewesenen Glanz erstrahlen. Danach hat das ruhige Entspannen in unserer Wohnung noch viel größeren Spaß gemacht. Das Wetter war das Wochenende leider nicht so richtig einladend, sodass wir unseren Plan, ans Meer zu fahren, doch noch einmal verschoben haben. Haben ja schließlich noch genug Zeit!  

Heute stand dann ein Treffen mit dem Schulleiter und seinen Kollegen an, bei dem besprochen werden sollte, wer von uns Fünfen ungefähr in welchen Kursen arbeiten wird. Bis zum Nachmittag wollte die Vize-Rektorin dann geklärt haben, in welche Kursen wir wirklich anfangen können und vor allem auch, wie das Zeitmanagement laufen wird. Schnell machte Ligita noch eine kurze Tour mit uns zu dem großen Markt, der hier jeden Tag in der Woche geöffnet hat. Da heute nicht viel los war und das Wetter auch nicht so richtig mitspielte, konnte man nur erahnen, wie beeindruckend dies an einem sonnigen Wochenende sein mag. Dennoch unser Fazit: dort müssen wir unbedingt öfter hin, man zahlt statt 2 € für ein Kilo Gurken nur noch 0,60€!

Als wir dann nachmittags in den Schülerpalast zurückkehrten, um nun unsere lang ersehnten Informationen zu bekommen, konnte man unserer Hoffnung leider nicht so ganz gerecht werden. Aufgrund der enormen Größe und Vielfältigkeit dieser Institution, ist es leider auch entsprechend schwierig, einen klaren Plan zu machen, wo man wann hingehen kann. Wir wurden noch einmal etwas herum geführt und durch intensives Ausquetschen der armen Vize-Rektorin, die teilweise mit unseren englischen Fragen überfordert war, kamen wir dann langsam an einige wichtige Informationen. Sie konnte einige Kollegen empfehlen, bei denen sie uns auch angemeldet hat. Mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf, machten Marie und ich uns dann auf dem Heimweg, während Jula direkt im Fotografie-Kurs behalten wurde. Zuhause setzten wir uns dann daran, den Plan über die Kurse, den wir heute bekommen haben, intensiv zu studieren, und zu versuchen, daraus einen Stundenplan zu basteln, an dem wir uns etwas entlang hangeln können. Völlig ohne Orientierung würde man in diesem Palast wohl untergehen. Wir merken, dass es sowohl Luxus als auch Strafe sein kann, so viele Möglichkeiten und Freiräume zu haben. Im Prinzip wird uns nichts vorgeschrieben und wir sollen uns unsere Arbeitswoche so zusammen basteln, wie wir wollen. Eine tolle Chance, aber auch gar nicht so einfach. Ich denke aber, dass wir nun die große Herausforderung in diesem Haus unseren Platz zu finden, meistern werden. Morgen geht's los, also auf die Plätze, fertig, los! Wir sind sehr gespannt, und werden sicherlich berichten, bis dahin liebe Grüße, Conny.

17.2.14 20:19, kommentieren

Veränderungen

Ob wir uns in der Zeit, die wir hier sind, verändert haben? Nur ein wenig.... (siehe Bilder)

 

Spaß beiseite, so langsam werden wir auch in dem Schülerpalast heimischer und übernehmen erste Aufgaben. Heute Nachmittag ist dann ja unser letztes Mal Lettisch- Unterricht / die Prüfung und am Dienstag geht es dann richtig los. Heute durften Jula und ich schon eine erste Kostprobe der Aufgaben nehmen, die auf uns zukommen könnten: im Schülerpalast internen Schulmuseum durften wir die Nonnen spielen, die früher Schulkinder unterrichteten. Wir waren zunächst ziemlich augeregt, hatten dann aber wirklich Spaß. Wir durften uns auf lettisch und auf deutsch vorstellen, lateinische Zahlen vorlesen, Gesetzestexte auf lettisch vorlesen ( ging deutlich besser als gedacht) und ein bisschen Lehrerinnen spielen. Zum Glück konnten wir die auf Wachstafeln geschriebenen Namen der Kinder gut lesen und uns auch bei einem kleinen Spiel mit einzelnen Kindern an einer großen Rechentafel beweisen. Fazit unserer Theaterrollen: es macht Spaß, in die Rollen zu schlüpfen und wir werden es sicherlich wieder tun.

Liebe Grüße, Conny.

Nun macht euch aber lieber selber Eindruck davon:

 

  

 Schwester Conny                         Schwester Jula

 


 Die lieben Schwestern :D

 

13.2.14 14:03, kommentieren

Die große Prüfung!

Juhuu wir haben es geschafft lebend wieder in Riga anzukommen. Die Fahrt von Estland zurück nach Riga war alles Andere als entspannt. Für die Letten scheint der Blinker und der Sicherheitsabstand ein Fremdwort zu sein. Nach ein paar gescheiterten Überholversuchen und starken Bremsungen verging uns das Lachen. Conny und ich hatten teilweise Todesangst. Naja Gott sei Dank sind wir heil angekommen. Nach dem spannenden Wochenende überkam mich zum ersten mal ein bisschen Heimweh. Ich wäre gern richtig nach Hause gekommen. Aber als wir dann erstmal in unserer Wohnung waren, eine heiße Dusche unsere strapazierten Nerven entspannte, Skype unsere Sehnsucht stillte, sah die Welt schon ganz anders aus. Montag mussten wir erst um 12 Uhr beim Sprachkurs sein, sprich, wir konnten endlich ausschlafen..!!! Hach war das Herrlich! Ich habe das Gefühl, dass wir schon seit einer halben Ewigkeit in Riga sind.. Aber komischer weise rennen die Tage davon. Bisher hatten wir Tagsüber nur Lettischunttericht und schwupps war es auch schon wieder Abend. Die Abende gestalten wir uns immer äußerst gemütlich, wir schauen gern bei Kerzenschein einen Film und genießen den Moment der Gemeinsamkeit. Heute hatten wir zum letzten Mal Lettischunterricht. Morgen wird geprüft, ob wir in Riga ein Chance haben zu überleben.... oder nicht.. Aber wir gehen da voller Optimismus ran, wir werden von 6 Jährigen Kindern geprüft. Kann uns da so viel passieren? Wir werden sehen. Zweimal in der Woche haben wir nachmittags beim Deutschunterricht (für uns natürlich lettischunterricht) mit gelernt. Wenn wir die Prüfung hinter uns haben, können wir uns auf das lange Wochenende freuen, wir haben nämlich Freitag frei! Juhuu! Dann haben wir endlich mal ein wenig Zeit Riga noch besser kennenzulernen. Freitag möchten wir zum ersten Mal in eine Bar gehen, in der am Wochenende immer Live Musik gespielt wird. Genau das Richtige für uns also! Am Samstag möchten wir (hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein) ans Meer fahren, den Wind um die Ohren sausen lassen und es genießen den Sand, wenn auch nur unter den Schuhsohlen zu spüren! Mein Fazit über die fast zwei Wochen: Ich bin sehr glücklich mich für Riga entschieden zu haben, ich mag Land, Leute und meine WG! Bis bald, Jula

12.2.14 16:30, kommentieren